Entscheidender Schritt für die Bioethanolproduktion: Migulatoren ermöglichen die Nutzung der Schlemperückstände zur Biogasproduktion

Bioethanol wird zur Verbesserung der Klimabilanz als Zusatz zu Treibstoffen für Kraftfahrzeuge eingesetzt. Die Rückstände aus seiner Produktion, die Schlempe, konnte bisher nur unter Beimischung anderer Substrate, niedrig dosiert und mit schlechtem Ausnutzungsgrad zu Biogas umgesetzt werden. Die Ursachen liegen im hohen Stickstoffgehalt und in Hemmstoffen, die eine Biogasbildung stark erschweren. Dadurch war eine effiziente energetische Nutzung größerer Mengen Schlempe nicht möglich. Dem Unternehmen IPUS aus Rottenmann ist es nun erstmals gelungen, durch den Einsatz von Migulatoren den Biogasprozess derart zu optimieren, dass eine hohe Umsetzung zu Biogas bei hoher Dosierung und als Monosubstrat möglich wird.

 

In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der TU Graz konnte IPUS nun mit detaillierten Studien das belegen, was das Unternehmen bereits aus mehrjähriger Praxis beobachtete: nämlich eine derart große Steigerung der Methanausbeute durch Migulatoren, dass sich die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprozesses deutlich erhöht. Als zusätzlicher Benefit der Migulatoren wird die Düngequalität der Gärrückstände entscheidend verbessert, weil sich deren Nährstoffe für Pflanzen und Bodenmikroorganismen besser nutzen lassen.